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Nicht an allen Symptomen ist die Multiple Sklerose schuld

Nicht an allen Symptomen ist die Multiple Sklerose schuld: Tipps für den Umgang mit Zusatzerkrankungen

Ja, es ist ungerecht, aber eine Multiple Sklerose kann andere Erkrankungen nicht fernhalten. Zur Abklärung der Ursache von Symptomen bleibt der Gang zum Arzt unumgänglich: Zusätzlich bietet die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.einige Tipps für alle, die neben der MS noch andere Gesundheitsprobleme haben.

Denken Sie nicht, dass alles mit Ihrer MS zusammenhängt

Immer wenn neue Symptome auftreten, ist es naheliegend, diese der MS zuzuschreiben. Das muss nicht so sein. Wenn die neuen Symptome bestehen bleiben und mit nichts vergleichbar sind, was vorher vielleicht schon aufgetreten ist, ist es wichtig, Ihren Neurologen oder Hausarzt zu konsultieren. Es kann sich um ein MS-Symptom handeln, aber auch um eine Medikamenten-Nebenwirkung. Vielleicht ist es aber doch ein Anzeichen einer ganz anderen Erkrankung. Die Beziehung zu MS kann Ihr Neurologe abgrenzen; wenn er keine Hinweise darauf findet, wird sich Ihr Hausarzt darum kümmern.

Haben Sie die richtigen Leute in Ihrem medizinischen Team? 

In der heutigen Welt ist die Medizin sehr spezialisiert – sorgen Sie dafür, dass Sie bei allen Behandlungen einen Arzt finden, der Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet hat.

Setzen Sie Prioritäten 

Wenn Sie mit mehr als einer Erkrankung zu kämpfen haben ist es wichtig, das dringendste Problem zuerst zu behandeln. Zum Beispiel ist eine lebensbedrohende Erkrankung wie Krebs vorrangiger als die MS, die in diesem Moment das Leben nicht direkt bedroht.

Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Ärzte eine aktuelle, komplette Liste Ihrer Behandlungen und Medikationen vorliegen haben 

In der heutigen Welt der spezialisierten Medizin tendiert jeder Arzt dazu, sich auf eine ganz spezielle Seite Ihrer Behandlung zu konzentrieren. Deshalb sollte er aber auch wissen, was Sie sonst noch an Behandlungen bekommen – so können z.B. schädliche Wechselwirkungen von Medikamenten ausgeschlossen werden. Es wäre auch gut, die Medikamente immer in der gleichen Apotheke zu holen, da die Verschreibungscomputer der meisten Pharmazeuten automatisch auf mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten aufmerksam machen.

Die gleiche Empfehlung gilt übrigens auch für alle nicht verschreibungspflichtigen Medikamente, die Sie selbst kaufen bzw. für alternative und komplementäre Strategien, die Sie verwenden. Ihre Ärzte benötigen alle diese Informationen, um die bestmögliche und sicherste Behandlung für Sie zu finden.

Suchen Sie Hilfe, wenn es Ihnen zu schwer fällt, Ihre Gesundheitsversorgung allein zu managen

Wenn Ihnen Ihre medizinische Versorgung langsam wie ein Full-time-Job vorkommt oder Sie einfach nicht (mehr) die Kraft haben, die zahlreichen Arztbesuche, Therapien, Tests, Verschreibungen etc. zu managen, suchen Sie sich Unterstützung. Die Beratungsstellen in den Landesverbänden der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) helfen Ihnen gern dabei.

Multiple Sklerose – wie häufig sind Zusatzerkrankungen?

Zuletzt berichtete der DMSG-Bundesverband über eine neue internationale Initiative, die der Frage nachgeht, wie häufig es für MS-Erkrankte ist, noch bestimmte andere Erkrankungen zu haben und wie diese möglicherweise den Verlauf und die Therapie der MS beeinflussen könnten. Mehr 

Quelle: www.nationalmssociety.org 
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. – 04. Februar 2015

By | 2015-05-06T20:47:16+00:00 Februar 4th, 2015|Multiple Sklerose, News|0 Comments
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