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Strukturen stärken und neue schaffen

Die Neurologie im LKH Bruck hat mit Michael Feichtinger einen neuen Primar, und dieser hat einen einfachen Leitsatz: „Wir sind für Sie da.“

Wie sich die Botschaft „Wir sind für Sie da“ in der medizinischen Struktur der Abteilung niederschlagen wird, erklärte Feichtinger gestern mit zwei Projekten, auf die er sein besonderes Augenmerk legen will: „Wir machen die MS-Ambulanz wieder auf.“ Und auch für Patienten mit Epilepsie möchte Feichtinger eine Spezialambulanz einrichten. Die Multiple-Sklerose-Ambulanz, die schon geschlossen war, arbeitet bereits wieder.

Drei bis vier Patienten mit Verdacht auf Multiple Sklerose (MS) kommen pro Monat auf die Brucker Neurologie. Dass es für MS-Kranke ambulant ausschließlich die Betreuung durch ansässige Neurologen geben soll, ist für Feichtinger „so nicht hinzunehmen. Es gibt viele neue Erkenntnisse in der Medizin. Wir können so viele Therapien anwenden hier“. Der Leitsatz „Wir sind für Sie da“ bedeutet für Feichtinger aber auch einen menschlichen Kontakt und würdevollen Umgang mit den Patienten.

Allgemein will Feichtinger die bestehenden Strukturen der Abteilung stärken und neue dazu aufbauen. Die Schlaganfallversorgung für die Obersteiermark will er weiter optimieren. „Denn jede Minute zählt für die Patienten.“ Eine wesentliche Sache dafür ist der begonnene Ausbau der Intensivstation in Bruck. „Gemeinsam mit den Anästhesiekollegen betreuen wir die Patienten und das läuft sehr gut“.

Feichtings Zielsetzung ist, die neurologisch-intensivmedizinische Versorgung der Patienten weiter zu verbessern. „Ich möchte mich mit meinem Fachwissen einbringen. In nächster Zeit kommt auch ein Kollege, der sich sehr gut auskennt.“ Womit ein heikles Thema angeschnitten wäre. Feichtinger: „Wir haben einen Ärztemangel und den spüren wir.“ Denn erst jetzt werde die Personalsituation in der Abteilung besser. „Ohne Sie hätte das nicht geklappt in den letzten Monaten“ richtete Feichtinger sein Lob an sein Team. Feichtinger, er ist verheiratet und hat drei Kinder, ist seit Mai 2012 in Bruck. Er sprang ein, um die Abteilung interimistisch zu leiten. Die Stelle wurde durch eine Erkrankung seines Vorgängers Stjepan Varosanec plötzlich frei. Nach dem Absolvieren eines Hearings ist er nun offizieller Leiter.

Nikolaus Koller, Betriebsdirektor in Bruck, und der ärztliche Direktor Heinz Luschnik zeigten sich sehr glücklich mit Feichtinger als neuem Leiter der Abteilung. In Graz – dort war Feichtinger an der Universitätsklinik für Neurologie tätig – sei man das nicht, meinte Kages-Vorstand Ernst Fartek. „Nach wie vor wird er dort vermisst.“

By | 2015-11-06T12:25:58+00:00 November 13th, 2013|Multiple Sklerose|0 Comments
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