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Sehstörung 2015-03-20T14:36:02+00:00

Sehstörungen sind häufig das erste Krankheitszeichen der MS. Sie können durch eine Sehnerventzündung (Optikusneuritis) hervorgerufen werden, liegt die Entzündung hinter dem Augapfel, spricht man von einer Retrobulbärneuritis. Plötzliches unscharfes Sehen, Schleier, bis zu einem akuten Sehverlust können die Folgen der Entzündung sein. Allerdings muss eine Optikusneuritis nicht zwangsläufig die Diagnose MS bedeuten, in ca. 30% aller Fälle kommt es zu keinem weiteren Schub.

Sehstörungen können aber auch durch eine Störung in der Koordination der Augenmuskeln auftreten, wodurch es im Sehzentrum zu Doppelbildern kommt. Dabei vorkommende unwillkürliche, rasche Augenbewegungen und Augenzittern wird als Nystagmus bezeichnet. Durch die Doppelbilder und den Nystagmus können unscharfes Sehen und Schwindel hervorgerufen werden.

Müdigkeit, erhöhte Temperatur (Uthoff-Phänomen), Stress und Infektionen können sich negativ auf das Sehrvermögen auswirken und das Doppelsehen verschlimmern. Durch die Behandlung der Ursachen bessert sich zumeist auch das Sehvermögen wieder.