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Emotionale Probleme von Gesundheitsversorgern 2015-11-23T15:21:02+00:00

Von Kaye Hooper, MS Krankenpflegeberaterin, USA / Australien

Gesundheitsversorger sind verpflichtet, Patienten mit MS Pflege, Information, Unterstützung, Behandlung, Beratung und Betreuung liefern. In dieser Zeit werden zwischen den Gesundheitsversorgern und der Person mit MS und den Familienmitgliedern persönliche und wichtige Beziehungen gebildet. Es ist eine Zeit der Traurigkeit für die Person mit MS und die Familienmitglieder, wenn die Diagnose mitgeteilt wird und dann auch die Zeit der Änderungen und Herausforderungen, die MS in ihr Leben bringt. Dies kann auch eine emotionale, belastende und schwierige Zeit für die Ärzte und Pfleger sein. Diese müssen Bewältigungsstrategien entwickeln, um sich selbst gesund zu halten, so dass sie weiterhin die Menschen mit MS unterstützen, betreuen und ihnen Hoffnung geben können.

Zeichen von Stress und emotionalem Burnout

  • Erschöpfung und Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten
  • Distanzierung von Kollegen und Patienten
  • Negatives Selbstbild
  • Depression, Wut
  • Verminderte Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und Patienten zu betreuen

Stressfaktoren, die zum Burnout führen können

  • Arbeitsüberlastung in Ihrer Praxis und / oder Personalmangel
  • Arbeit in einer isolierten Situation ohne die Unterstützung anderer Teammitglieder
  • Unrealistische Erwartungen an sich selbst oder die Behandlungen
  • Zusehen müssen, wie das Leiden der Patienten fortschreitet – trotz aller Eingriffe
  • Keine Zeit für Selbstreflexion und Beurteilung
  • Schwache Beziehungen und wenig Kommunikation mit anderen Kollegen
  • Keine Anerkennung für Ihre Leistungen und Fähigkeiten
  • Mangel an Leitung und Beratung
  • Keine Trennung zwischen Zuhause und Arbeitsplatz – die Arbeit mit nach Hause nehmen
  • Unangemessenes Wissen und Mangel an Erfahrung mit MS

Bewältigungsstrategien zur Selbsthilfe

  • Bauen Sie ein Netzwerk zur Unterstützung unter Kollegen auf
  • Nehmen Sie an regelmäßigen Teambesprechungen teil und treffen Sie sich mit Kollegen
  • Erkennen Sie die Bedeutung der Beratung – haben Sie einen qualifizierten Beistand, der Ihnen Unterstützung und Weiterbildung bietet
  • Schützen Sie Ihren täglichen Zeitplan – seien Sie verfügbar, aber nicht für ständige Unterbrechungen
  • Bilden Sie sich weiter – vergrößern Sie Ihre Kompetenz und Ihr Wissen über MS
  • Behalten Sie Ihren Sinn für Humor und üben Sie kreatives Denken
  • Treiben Sie regelmäßig Sport und achten Sie auf ausgewogene Ernährung
  • Trennen Sie Zuhause und Arbeit – „schalten Sie ab“, wenn Sie nach Hause gehen.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig frei / Urlaub
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich und Ihre Familie
  • Führen Sie Tagebuch über Ihre Gefühle und Erfahrungen
  • Nehmen Sie sich gelegentlich einen Tag frei
  • Nehmen Sie sich eine Auszeit, um über emotional schwierige Situationen zu diskutieren, wenn klinische Fälle besprochen werden
  • Zeiteinteilung – planen Sie im Voraus und halten Sie sich daran
  • Lehnen Sie zusätzliche Verpflichtungen ab – lernen Sie, „Nein“ zu sagen

Burnout ist ein Risiko für alle Ärzte und Pflegekräfte – verhindern Sie ihn, indem Sie sich selbst pflegen.